Unsere Unterstufe
Gemeinsam leben lernen
Unser pädagogisches Handeln richtet sich an den Bedürfnissen und Anforderungen aus, die sich Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen innerhalb und außerhalb der Schule stellen. Im Schulslogan „Gemeinsam Leben Lernen“ verdeutlicht sich dieser ganzheitliche Ansatz von Bildung, der in allen Bereichen des Schullebens wirkt.
Ann-Christin Linke
Unterstufenleiterin (komissarisch)
Die Unterstufe umfasst die Klassen 5 bis 7. Sie bilden eine besondere pädagogische Einheit, in der es darum geht, die Schüler*innen an gymnasiale Arbeitsweisen heranzuführen und fit für den weiteren Weg über die Mittelstufe in die Oberstufe zu machen.
Kinder sind individuelle Persönlichkeiten, denen wir begegnen und die wir einige Jahre auf ihrem Lebensweg begleiten wollen. Sie besitzen unterschiedliche Begabungen, Interessen und Stärken und haben in Familien und Grund- schulen ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Unsere pädagogischen Überlegungen werden von den folgenden Gedanken geleitet: - Ich sehe dich. - Du bist angenommen und gut, so wie du bist. - Wir wollen dir helfen, einmal mehr aufzustehen, als du hinfällst. Wir wollen individuelle Begabung entdecken bzw. fördern und dazu anleiten, Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen, Methoden zu erwerben und diese selbständig anzuwenden. Gleichzeitig legen wir großen Wert darauf, dass Kinder sich selbst und die anderen innerhalb ihrer Klasse wertschätzend behandeln und sich respektvoll verhalten. Sie haben die Chance, Lern- und Arbeitsmodelle kennenzulernen, die ihnen kreative, team-orientierte, mediengestützte und analytisch-theoretische Denk- und Handlungsweisen ermöglichen.
Um eine tägliche Kontinuität zu gewährleisten und unterschiedliche Sozialformen und Lernaktivitäten zu ermöglichen, bieten wir die Hauptfachstunden möglichst an vier Tagen in der Woche an. Über die Stundentafel ergibt sich hier in der Regel ein Mehr an Unterricht in den Hauptfächern, der zusätzlich auch durch Lernzeiten (Freiarbeitsstunden) ergänzt wird. Dadurch entfallen in der Regel weitere Hausaufgaben für die Hauptfächer. Darin enthalten ist auch ein Teil unseres Förderkonzeptes.
Alle anderen Fächer werden weitestgehend in Blöcken á 90 Minuten unterrichtet. Es entsteht mehr Raum für handlungsorientierten Unterricht und Zeit für die Einübung und die Durchführung von unterschiedlichen Lernmethoden. Außerdem reduziert sich dadurch die Zahl der Fächer am Tag und entsprechend die Menge des im Tornister zu transportierenden Schulmaterials.
Sport wird in der gesamten Sekundarstufe I möglichst vierstündig unterrichtet. Bereits in der 5. Klasse haben die Kinder die Möglichkeit, in einem Neigungsfach ihre Interessen zu entdecken. Aktuell können naturwissenschaftliches Experimentieren, Akrobatik, Theater, kreatives Schreiben, Chor sowie Mediengestaltung gewählt werden.
Der Stundenplan könnte in Klasse 5 beispielsweise wie folgt aussehen: Montags, mittwochs und donnerstags endet der Unterricht an unseren „Langtagen“ um 15.15 Uhr – dienstags und freitags um 14.00 Uhr. Im Nachmittagsbereich bieten wir montags bis donnerstags Arbeitsgemeinschaften an, vor allem aus dem Bereich Sport. Über die Teilnahme an den AGs gewährleisten wir eine Betreuungsverlängerung um 90 Minuten in den Nachmittag hinein.
Flossbau
Einschulung
Kunstwerke
Im Rahmen unseres Ergänzungsangebotes bieten wir in der Unter- und Mittelstufe die Lernzeit an. Die Lernzeit bietet den Raum und die Zeit im Rahmen des Schulalltags Hausaufgaben zu erledigen. Die Hauptfachlehrer*innen erstellen wöchentlich Aufgaben, die im zeitlichen Rahmen der Lernzeit zu erledigen sind. Die Aufgaben werden zu Beginn der Lernzeit gebündelt zur Verfügung gestellt und von den Schüler*innen in deren Schulplanern notiert. Die Schüler*innen unterstützen sich gegenseitig in einem Helfersystem. Nach Ablauf der Woche nehmen die Lehrer*innen die Ergebnisse in ihren Unterricht auf und kontrollieren und besprechen die Aufgaben. Zur organisatorischen Unterstützung erhalten die Schüler*innen von uns einen Schulplaner. In den Schulplaner werden die Aufgaben der Lernzeit, Klassenarbeitstermine und -inhalte, Tests und andere wichtige Informationen eingetragen, z.B. zur Vorbereitung des Sprechtages. Dies ist für die Eltern auch die Möglichkeit einzusehen, an welchen Themen die Klasse gerade arbeitet oder welches Thema in der nächsten Klassenarbeit ansteht.
Ein Phasierungsplan hilft den Kindern, Orientierung im Jahresverlauf zu bekommen, um frühzeitig zu sehen, wann und wie viel Lernzeit nötig ist. Die Klassenarbeitsphasen stellen für Schüler*innen immer eine besondere Herausforderung dar. Um die Lernbelastung zu verringern, werden Testphasen in den sogenannten kleinen Fächern von den Klassenarbeiten in den Hauptfächern entkoppelt, und in den Hauptfächern werden maximal zwei Arbeiten in einer Woche geschrieben.
Mit dem Sprachenkarussell haben die Schüler*innen an unserer Schule die einmalige Möglichkeit, in Klasse 6 die drei von uns angebotenen Sprachen (Französisch, Latein, Spanisch) ohne klassische Bewertung kennen- zulernen. Dafür findet im ersten Halbjahr nacheinander ein reduzierter Anfängerunterricht in den drei Sprachen statt.
Die Kinder können so der Sprache zum ersten Mal im schulischen Kontext begegnen und feststellen, ob ihnen der Zugang zu der Sprache leicht fällt. Aus den drei Sprachen wählen sie zwei für die nächste Phase aus, um sich anschließend für eine Sprache zu entscheiden, die sie vertiefend kennenlernen möchten.
Damit ist das WP I-Fach nicht festgelegt, sondern das Kind kann sich noch frei für eine der drei Sprachen entscheiden.
Schulplaner
I Pad Lernen
Schuhkarton
Der Ganztag
Robotik-, Theater,- Sport-AGs, Häkeln, Knobeln... Seit dem Schuljahr 2014/2015 legen wir ein besonderes Augenmerk auf die Mittagspausen und schaffen hier ein breites und attraktives Angebot für die Kinder, bei denen sie sich künstlerisch betätigen, mit Spaß knobeln oder sportlich aktiv sind. Das Konzept sieht vor, dass man ein Pausenangebot verbindlich wählen kann. Wir wollen den Kindern auf diese Weise die Möglichkeit geben, attraktive Angebote wahrzunehmen ganz ohne Leistungs- und Notendruck. Neben der wichtigen Möglichkeit, in der Pause auf unterschiedliche Art und Weise entspannen zu können, gibt es auch im Nachmittagsbereich ein breites AG-Angebot.
An mindestens drei Tagen in der Woche findet bis 15.15 Uhr Regelunterricht statt. Eine Betreuung ist sogar an vier Tagen bis ca. 16 Uhr möglich und je nach AG-Angebot auch darüber hinaus. Insbesondere zum Ende des Schultages können die Schüler*innen unterschiedliche Arbeitsgemeinschaften (AGs) besuchen. Jedes Jahr gestalten wir ein abwechslungsreiches und interessantes AG- und Pausenprogramm in den Bereichen Sport & Spiel, Forschen & Fördern, Musik & Mehr. Des Weiteren ist es uns ein Anliegen, auch ein differenziertes Förderangebot zu schaffen. Dabei möchten wir sowohl auf Schwächen in den Bereichen Mathe, Lesen und Fremdsprachen eingehen als auch die besonderen Neigungen und Stärken fördern.
- Schulbeginn um 8 Uhr
- Block I und Block II am Vormittag
- Mittagspause: 60 Minuten (Langtage) oder 40 Minuten (Kurztage)
- Block III und IVa am Nachmittag
- Schulende: an Langtagen um 15:15 Uhr (an mindestens 3 Tagen); an Kurztagen um 14 Uhr nach Block III
Die Kinder können sich jeden Tag in der Mensa stärken, dafür stehen verschiedene Gerichte zur Auswahl. Die Bestellung und Buchung erfolgt über die Homepage des Gymnasiums.
Adventskonzert
Theater in der Schule
Honigernte
Die Bezirksregierung in NRW gibt vor, in Klassenstufe 6 einen Förderkurs für den Bereich Lese-Rechtschreibung (LRS-Kurs), durchzuführen. Der Kurs umfasst eine Größe von 6 bis 10 Schüler*innen und startet am FCG schon ab Klasse 5.
An unserer Schule arbeiten wir in diesem Kurs mit didaktischen Methoden, die das ganzheitliche Erfahren von Körper und Sprache wie beispielsweise das Schwingen nach Buschmann nutzen. Weitere Schwerpunkte sind das Automatisieren basaler Rechtschreibstrategien, wie das Ableiten und Verlängern sowie das sichere Schreiben der sogenannten Mitsprechwörter.
Lesefertigkeiten werden über Rätsel wie Logicals und andere Sprachspiele gefördert. Motivational arbeiten wir in diesem Kurs mit Methoden der positiven Verstärkung, die den Blick auf den individuellen Lernerfolg richtet.
Im Rahmen des „Drehtürmodells“ können leistungsstarke Schüler*innen, die von ihren Lehrer*innen vorgeschlagen wurden, an diesem besonderen Lernprojekt teilnehmen.
Sie erhalten die Möglichkeit, im Laufe des zweiten Schulhalbjahres ein Projekt ihrer Wahl zu bearbeiten, das aus dem Unterricht erwachsen kann, aber nicht muss. Sie dürfen dazu zeitweise den Regelunterricht verlassen, um zum Beispiel im Selbstlernzentrum eigenständig und eigenverantwortlich zu arbeiten.
Am Ende des Schuljahres stellen sie das Ergebnis ihres Drehtürmodells der Schulgemeinschaft im Rahmen einer Präsentation vor.
In den Klassen 5 und 6 müssen die Schüler*innen im Bereich der Organisation, Methoden- sowie Medienkompetenz ihre Fertigkeiten erweitern und ausbauen. Verschiedene Bausteine helfen ihnen dabei, diese Kompetenzen zu erwerben und zu festigen.
Lernen ist ein umfassender, ganzheitlicher Prozess der Persönlichkeitsentwicklung, und es ist demnach wichtig, Kompetenzen zum eigenständigen Lernen zu erlangen.
Das Schulfach „Lernen lernen“ eröffnet Schüler*innen die Möglichkeit, diese fächerübergreifenden Basis- und
Schlüsselkompetenzen intensiv und gezielt auszubauen, was letztlich zu einem besseren Arbeitsverhalten und
damit verbunden zu besseren Lernerfolgen führt.
Zum Beispiel eröffnet eine bewusste Auseinandersetzung mit dem eigenen Lerntyp sowie unterschiedlichen Lernwegen den Schüler*innen die Möglichkeit, individuelle Lernstrategien zu entwickeln.
Das Schulfach „Lernen lernen“ wird in der Jahrgangsstufe fünf zweistündig; in der Jahrgangsstufe 6 einstündig unterrichtet und umfasst u.a. folgende
Themen:
- Organisation und Arbeitsplatzgestaltung
- Heft-, und Mappenführung
- Vorbereitung auf Klassenarbeiten
- Lerntypen
- Techniken zum Merken von Lernstoff
- Markieren und Strukturieren
- Lesetechniken und -strategien
- Präsentationstechniken und Kommunikations- und Methodentraining
ausgezeichnete Medienscouts
Flagfootball
Lesepaten
Der reflektierte und souveräne Umgang mit Computern und Medien ist eine Schlüsselkompetenz unserer Zeit. Darum lernen unsere Schüler*innen der Klasse 5 fächer- übergreifend, wie Geräte und Programme konstruktiv genutzt werden können und setzen sich zudem kritisch mit Aspekten der Mediennutzung auseinander.
In der 5. Klasse werden die Kinder an das Zehn-Finger- Schreiben herangeführt, welches durch halbjährliche Tipp10-Wettbewerbe bis zu Oberstufe begleitet wird. Höhepunkt ist das Erstellen einer Tiermappe im Deutsch-Bio-Projekt.
In der Unterstufe stehen für die Computer-Arbeit fünf Laptop- und iPad-Wagen zur Verfügung. Ab der 8. Klasse benutzen alle Kinder private iPads im Unterricht. So können sie digitale Schulbücher nutzen, digital zusammenarbeiten, im Internet recherchieren und Präsentationen, Hörspiele und Filme erstellen. Unterstützt wird dies durch die hervorragende technische Ausstattung aller Klassenräume.
Unser Ziel ist es, die Schüler*innen auf das Leben in der digitalen Welt vorzubereiten und sie darin anzuleiten, in den sozialen Medien respektvoll miteinander umzugehen.
Daher besuchen die Medienscouts unserer Schule die Klassen 5 bis 6, um gemeinsame Umgangsformen in WhatsApp und Co. zu erarbeiten, Cybermobbing zu thematisieren oder über das Recht am eigenen Bild zu informieren.
Das Ziel der Streitschlichter*innen am FCG ist es, die Kommunikation in Konfliktsituationen zu erleichtern. Die Konflikte der Mitschüler*innen werden dabei ernst genommen und unparteiisch betrachtet – es bekommt jede Person die Möglichkeit auszusprechen und angehört zu werden. Dann wird gemeinsam nach einer Lösung gesucht.
Man findet die Streitschlichter*innen im SV-Raum in der Mittagspause der Langtage.