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15. Oktober 2023

Berlin Mitte - Historie und Diversität an einem Ort

Ende September fuhren die drei 10. Klassen nach Berlin. Dort lernten sie nicht nur die bekannten Seiten der Stadt kennen, sondern recherchierten für ihre Berlinprojekte, die in den Fächern Geschichte, Politik oder Geographie erstellt wurden. Elisa Lim berichtet von aufregenden 5 Tagen in der Hauptstadt:

Berlin zeigte sich uns Zehntklässlern als eine Stadt, die uns besonders durch ihre Vielfältigkeit und lebhafte Atmosphäre prägte und uns noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Durch die vielen Touristenaktivitäten, Einkaufsmöglichkeiten und verschiedenen Esskulturen, denen man in Berlin Mitte begegnen konnte, blieb uns kaum Zeit, gelangweilt zu sein. Wir waren höchstens erschöpft oder müde von dem vielen Laufen und Ein- und Aussteigen der verschiedenen Straßenbahnen, die uns jedes Mal fröhlich in ihrer auffallenden, sonnengelben Farbe entgegenstrahlten.

Als Klasse bewegten wir uns in einer großen Gruppe, unsere ersten Ziele am Montag, den 25. September, waren der Lustgarten (um das alte Museum und den Berliner Dom von außen betrachten zu können) und die Treppen vor dem Französischen Dom, um ihn und den Deutschen Dom sowie das Konzerthaus Berlin von dort aus sehen zu können. Man konnte den Gebäuden ansehen, dass sie aus einer anderen Epoche stammen und es war wieder und wieder beeindruckend, sich die Historie hinter diesen Gebäuden anzuhören und auch sich die Details selbst anzuschauen. Unser letzter Halt war das Brandenburger Tor, welches uns bereits mit seinen nun orangenen Säulen erwartet zu haben schien. Die Sonne ging unter, als wir dort ankamen, und wir machten alle zusammen ein Klassenfoto.

Am nächsten Tag besuchtem wir den Bundestag und bekamen eine kleine Führung, die bis hin zur Reichskuppel führte. Einige von uns gingen sogar bis nach ganz oben. Auch hatten wir ein Gespräch mit einer Sekretärin von Herrn Rimkus, der wir Fragen stellten und mit ihr über aktuelle Situationen sprachen. Viele meinten, dass der Reichstag viel kleiner aussähe als im Fernsehen.

Am Mittwoch fuhren wir mit dem Bus zur Holocaust-Gedenkstätte. Wir durften uns für paar Stunden in Gruppen bewegen und den Ort besichtigen. Dort gab es kleine Ausstellungsräume mit verschiedenen Dingen, riesige Informationssäulen über den zweiten Weltkrieg, Kinosäle mit kurzen Dokumentationsfilmen oder Ausstellungen von Briefen und Spielen der Menschen in den Konzentrationslagern. Wir wurden gebeten, uns angemessen zu benehmen, nicht zu laut zu sein und vor allem uns respektvoll zu verhalten. Es war ein bedrückendes und trauriges Gefühl, dort herumzulaufen mit dem Wissen, dass genau an diesem Ort vor langer Zeit etwas komplett anderes geschehen war.

Am nächsten Morgen trafen wir uns im Stasi-Museum und bekamen auch dort eine kurze Führung. Das Museum war modern und schlicht gestaltet und es enthielt noch viele Original-Gegenstände aus der Zeit der DDR. Es war auch dort ein merkwürdiges Gefühl, Möbelstücke und Dinge zu sehen aus einer Zeit, die man sich heute kaum vorstellen kann.
 
Ansonsten bekamen wir alle nach dem täglichen Programm Zeit, um an unseren Berlinprojekten zu arbeiten. Die Fächer Geschichte, Politik und Geographie ermöglichten uns, Projekte in Formen von Fotobüchern, Miniaturmodellen, Podcasts und Reiseführern darzulegen und kreativ zu werden. So war jede einzelne Gruppe während der 4 Tage an unterschiedlichen Orten mit der Fertigstellung des Projekts beschäftigt.

Die berühmten Sehenswürdigkeiten und Orte wie das Brandenburger Tor, den Alexanderplatz, die Museumsinsel und die vielen Dome sowie den Bundestag dort zu besuchen hinterließ in uns ein unbeschreibliches Gefühl. In diesen wenigen Tagen hatten wir unterschiedliche Orte zu unterschiedlichen Zeiten besucht, um unser Berlinprojekt anzufertigen. Wir hatten alle verschiedene Erlebnisse gehabt und verschiedene Dinge gehört, gesehen und gespürt. An einem Ort wie Berlin begegneten wir wieder und wieder der Historie des Ortes in ihren verschiedensten Formen und erkannten auch viele Spuren des Krieges wieder. Nichtsdestotrotz hat sich die Stadt zu einer vielfältig ausgeprägten harmonischen Gesellschaft entwickelt und ermöglichte uns eine aufregende und erfolgreiche Woche, die jeder auf seine Weise genießen konnte.
 
Elisa Lim, 10b