09. April 2025
„Em_____“? - neu saniert?!
„Em____“? Das hab ich doch schon mal gehört! Vielen ist das Stück noch im Gedächtnis von den Aufführungen in unserer Mensa. Jetzt wurde auch die wunderschöne Bühne in der Aula des Goethe Gymnasiums zum „Café Emerenzia“.
Da kommt natürlich die Frage auf, wieso wir das Ganze nochmal auf einer anderen Bühne aufführen. Nun, Herr Schmitt kam vor den Weihnachtsferien mit der Idee zu unserem Theaterkurs, ob wir nicht noch einmal spielen wollen. Und zwar im Rahmen des alle zwei Jahre stattfindenden „Maskerade Theaterfestivals“ am Goethe-Gymnasium. Dort spielen Theatergruppen aller Altersklassen – meist aus dem Raum Düsseldorf – aber auch die französische Partnerschule war wieder mit einem Beitrag am Start. Für dieses Festival entschieden auch wir uns das Stück nochmal zu verfeinern und vor allem zu kürzen. So überarbeiteten Anissa und ich nochmal alles, kürzten oder strichen Szenen komplett; ergänzten aber auch einige Monologe, um manchen Rollen noch etwas mehr Tiefe zu verleihen. Und gerade das Ende wurde komplett verändert.
Das Kürzen oder Streichen der Szenen war zwar teilweise sehr schmerzhaft für uns als Autorinnen, aber es war schön zu sehen wie sich so das Stück positiv veränderte. Doch das war natürlich nicht alles. Das geschriebene Wort braucht schließlich noch Klang und Ausdruck und so begannen die neuen Proben – anstrengend aber schön!
In der Woche des Theaterfestivals (2.-9. April) kamen wir auch in den Genuss uns einige Stücke anzuschauen. Besonders beeindruckend war dort für mich das Stück der Carl-Sonnenschein-Grundschule mit Kids aus allen vier Klassen. Hier war es schön zu sehen, dass schon in diesem Alter ein tolles Theaterstück entsteht mit Schattentheater, selbstgemachter Musik und richtig viel Text in einigen Rollen. Der Spaß, den die Kinder beim Spielen hatten und die Tatsache in diesem jungen Alter schon so ein super Stück auf die Bühne zu bringen beeindruckte mich sehr.
Im Stück „Ach Werther“ vom Namensgeber ihres Gymnasiums brachte die Theater-AG der Oberstufe die Handlung durch moderne Klänge und Tanz in die heutige Zeit und konnte mit einem sehr interessanten Aufbau und tollen Schauspielerinnen das ernste Thema „Suizid“ besonders gut untermalen.
Sehr spannend war auch das sogenannte „Nachgefragt“. Dazu setzen sich alle Schauspieler des jeweiligen Stückes 15 Minuten nach der Aufführung in einen Kreis und aus dem Publikum kann man sich dazusetzen, Feedback geben oder Fragen an die Schauspieler stellen. Aber auch diese haben die Möglichkeit zu fragen z.B. wie bestimmte Aspekte wahrgenommen wurden.
Ich bin sehr dankbar für meine Mitspieler und Mitspielerinnen, denn ohne das gemeinsame Spiel ist das Theaterstück nur die Hälfte wert, und ohne die Unterstützung von unserem wunderbaren Theaterlehrer Herr Schmitt hätte das alles eh nicht so aussehen können wie es letztendlich war.
Da wir nächstes Schuljahr in die Oberstufe kommen, können wir zwar weiter Theater wählen, aber weil uns zwei Mitspieler verlassen und Herr Schmitt sein Sabbatjahr macht, war diese Aufführung ein Abschied in vielerlei Hinsicht und umso schöner war es, das Alles auf einer deutlich größeren Bühne zu erleben. Diese Atmosphäre werde ich nie vergessen. Ich bin unfassbar dankbar für diese Zeit, habe viel gelernt und kann dieses Fach jedem empfehlen, der sich fürs Theaterspielen begeistern kann und es liebt auf der Bühne zu stehen. Mal sehen, wer als Nächstes im WP-II-Kurs die Menschen im Saal vom Hocker reißen kann.
Ich bin sehr gespannt.
Josephine Klabunde 10b