17. Juni 2026
Ergreifend: Das Musical "Die Weiße Rose", besucht von der 8d
Im Juni besuchte die Klasse 8d das Musical „Die weiße Rose“, das im Capitol Theater aufgeführt wurde. Die Veranstalter hatten extra eine Schülerveranstaltung geplant, so dass an diesem Freitagvormittag viele Schüler*innen teilnahmen und der Saal fast bis auf den letzten Platz besetzt war.
Die Schüler wurden Zeuge einer sehr ergreifenden Vorstellung, so dass auch die Skepsis bei dem ein oder anderen schnell verging, ob ein solches schweres Thema in Form eines Musicals präsentierbar ist. Dies lag vor allem daran, dass Autorin Vera Bolten und ihr Mann Alex Melcher, welcher die Musik geschrieben hat, Originaltexte der Gruppenmitglieder „Weiße Rose“ vertonten. Durch eine sehr temporeiche Inszenierung wurde man durch die Geschichte zunächst der Geschwister Scholl geführt, die in den 30er Jahren noch begeistert von der neuen Bewegung waren, ehe sie zunehmend kritisch darüber dachten und schließlich den Schritt in den aktiven Widerstand wagten. Doch nicht nur die Scholls stehen im Mittelpunkt der Geschichte, sondern letztlich alle sechs Gruppenmitglieder, die ihren Entschluss, ihrem Gewissen zu folgen, mit dem Leben bezahlen mussten: Willi Graf, Kurt Huber, Christoph Probst, Alexander Schmorell, Hans Scholl und Sophie Scholl.
Die Chronologie der Erzählung wird dabei immer wieder aus Szenen aus dem Verhör bei der Gestapo unterbrochen. Höhepunkt des Stücks ist das Ende, in welchem alle sechs auf der Bühne sitzen, sich von ihren Liebsten verabschieden, wobei es immer zu den brutalen Einblendungen des Richters Freisler kommt und Originalteile aus den jeweiligen Prozessen gezeigt werden, die mit der Todesstrafe endeten. Schließlich sieht man, wie die Royal Air Force Flugblätter über deutschen Städten abwirft und somit die Botschaft der „Weißen Rose“ über den Tod der sechs Menschen hinaus weitergab.
Diese Botschaft ist heute aktueller denn je: Seiner Verantwortung gerecht zu werden und seinem Gewissen zu folgen, statt gedankenlos der Masse hinterherzulaufen!
Peter Lindhorst
Foto: Jonas Melcher