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08. Februar 2026

Vom Ghostwriter zum „sokratischen Tutor“ – KI-Einsatz in der Schule

Beim zweiten Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „FCG 2040“ stand das Thema „Künstliche Intelligenz“ auf dem Programm. Referent Jan-Philipp Krum, von Google und IBM zertifizierter KI-Experte und Trainer für Selbstmanagement und den Einsatz von KI im Arbeitsalltag von Unternehmen, stellte seine Expertise im SLZ vor knapp 50 Teilnehmer*innen dar (hier berichtet die RP ausführlich über den Vortrag).

Zunächst verband er die Aktualität des Themas „Künstliche Intelligenz“ mit dem sogenannten „Hype-Zyklus“ – befindet sich KI gerade auf dem Gipfel illusorischer Erwartungen oder im Tal der Ernüchterung? Er führte aus, wofür KI sinnvoll eingesetzt werden kann (nicht als Spezialwerkzeug, eher als „Schweizer Taschenmesser“) und dass sie vor allem für Inspiration, Kreativität und Befähigung genutzt werden kann. Mit Blick auf die Schule urteilte Krum, dass KI als Ghostwriter – also zum reinen Schreiben von Texten auf Basis von Aufgabenstellungen – keinen Lerngewinn bringt.

Die Stärke von Künstlicher Intelligenz, genauer genommen Large Language Models, läge vor allem in der Möglichkeit, sich für Lernen, Schreiben und Recherchieren einen „Sparringspartner“ zu erschaffen. KI als „sokratischen Tutor“ zum Lernen, zum Aufbereiten, zum Lernplanerstellen und zum Korrigieren von Texten und Inhalten zu nutzen, sei die große Chance, die diese Tools bieten würden.

In der anschließenden Diskussion unter den Gästen wurde vor allem der Ruf laut, den Umgang mit KI so schnell wie möglich in größerer Breite in der Schule zu implementieren, ebenso wie einheitliche Standards für einen „KI-Führerschein“ einzurichten. Die Ergebnisse des Abends fließen in jedem Fall in den Arbeitskreis „KI“ ein, der sich aktuell mit dem Thema beschäftigt und bis zum nächsten Schuljahr erste Ergebnisse für das Schulprogramm entwickeln möchte. 

Kai Regner
Bilder: Mohamed Hassan (Piaxabay)